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Es handelt sich um oberflaechliche, entzuendliche meist juckende und chronische Pilzinfektionen.
Die Hautveraenderungen sind meist scharf begrenzt und werden Tinea mit Angabe der befallenen Koerperregionen und nicht nach der Erregerart benannt.
Nur ausnahmsweise kommt es zu Veraenderungen in den tieferen Schichten, gelegentlich zu granulomatoesen Reaktionen.
Dermatophytosen kommen weltweit vor; die Erregerarten wechseln je nach den entsprechenden geographischen Regionen. Sie muessen durch die Kultur bestimmt werden.
Die drei Gattungen der Dermatophyten sind Epidermophyton, Microsporum und Trichophyton. Von der zuerst genannten gibt es nur eine Art, naemlich E. floccosum, dagegen von Microsporum fast 20 und von Trichophyton fast 30 Arten. Je nach dem Habitat gibt es anthropophile, zoophile und geophile Arten. Bei Tieren kommen jeweils nur bestimmte Arten vor.
Zu den tiefen Tineaformen rechnen Favus, Trichophytia profunda (Kerion Celsi), Tinea granulomatosa und das Dermatophyten-Myzetom. Letzteres wird bei den Eumyzetomen abgehandelt. Favus und Kerion Celsi sind chronische Formen hauptsaechlich der Kopfhaut (Tinea capitis), meist mit simultaner Bakterieninfektion.
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